Feldman suchte mit seiner Musik einen ganz eigenen, keinem System verpflichteten Weg. Viel interessanter als die ästhetischen Glaubenssätze seiner komponierenden Vorgänger und Zeitgenossen fand er die ergebnisoffenen Prozesse, mit denen einige Maler experimentierten, die man heute zum „abstrakten Expressionismus“ zählt: Mark Rothko und Jackson Pollock(*).

„Ich glaube, dass ich mich als Person dem Klang unterordne … ich höre meinen Klängen zu und schreibe ihnen nicht vor, wie sie zu wirken haben … Klänge sollen atmen … sie sollen nicht für eine bestimmte Idee benutzt werden.“

Morton Feldman

http://xb187.xb1.serverdomain.org/radio/musik/Morton-Feldman-95.mp3

Morton Feldman: „Piano Pieces 1955-1956“ (Sabine Liebner, Klavier); „Durations II“ (David Soyer, Violoncello; David Tudor, Klavier); „Rothko Chapel“ (Masako Goda, Sopran; Mareike Braun, Alt; Klaus-Peter Werani, Viola; Lukas Maria Kuen, Celesta; Christian Pilz, Schlagzeug; Chor des Bayerischen Rundfunks: Peter Dijkstra); „The viola in my life“ (Marek Konstantynowicz, Viola; Cikada Ensemble)

© BR Klassik, Horizonte, 14.1.2021 (*) Text: Deutschlandfunk Kultur, Musikfeuilleton, 30.1.2020

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