Es wird zuweilen aus dem Blick verloren, dass es der Saxofonist Charles Lloyd war, der dem mit dem Miles-Davis-Album „Bitches Brew“ ausgelösten Boom des Jazzrock bereits Mitte der 1960er Jahre mit seinem Quartett den Weg ebnete.

Mit Ulf Drechsel

Sein damaliger Pianist war der Anfang 20-jährige Keith Jarrett. Die weiße College-Jugend geriet geradezu in Hysterie bei den Konzerten der Band, nicht zuletzt bei Festivals in Monterey und Newport. In der Mitte der 1970er Jahre verschwand LLoyd aus der Öffentlichkeit. Sein Leben wurde von Meditation und Drogen bestimmt. Bis eines Tages, Anfang 1982, ein junger Pianist aus Frankreich an die Tür seines Wohnhauses in Kalifornien klopfte: Michel Petrucciani. Der 19-jährige Musiker entfachte in Charles Lloyd, der gestern 80 Jahre alt wurde, neue Lust an der Musik. Noch im selben Jahr ging das neu gegründete Charles Lloyd Quartet auf Tournee.

Charles Lloyd Quartett

Charles Lloyd: (ts, fl),
Michel Petrucciani: (p),
Palle Danielsson: (b),
Sonship: (dr)

Konzertmitschnitte vom 6. November 1982, Metropol

© RBB kulturradio, Jazz Berlin, 16.3.2018

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