Zeit-Ton Porträt: „Michael Moser Celloklang und Klangkunst“ Der vielseitige Künstler Michael Moser.

Mit einem einzigen Wort lässt sich das künstlerische Wirkungsfeld von Michael Moser gar nicht beschreiben: Cellist, Improvisator, Klangkünstler, Komponist – all das trifft auf seine Arbeiten der letzten Jahrzehnte zu. Geboren 1959 in Graz, studierte er Architektur sowie Violoncello in Wien und Graz.

Mit Marie-Therese Rudolph

Seine klanginstallativen Arbeiten, oft gemeinsam mit Nik Hummer, wie zuletzt bei Wien Modern 2018, sind Ergebnisse der Verbindung dieser beiden Gebiete. Die intensive Beschäftigung mit verschiedensten Formen zeitgenössischer Musik wie Komposition, Improvisation, Theater- und Filmmusik und Performance sowie die Suche nach Erweiterung des rein instrumental-spezifischen Ausdrucksrepertoires durch Experimentieren mit Live-Elektronik prägt seinen musikalischen Kosmos. Seit Mitte der 1980er Jahre ist Michael Moser Mitglied verschiedener Improvisationskollektive, 1993 gründete er gemeinsam mit Werner Dafeldecker das mittlerweile legendäre Ensemble Polwechsel, das sich zwischen Komposition und Improvisation, zwischen Analogem und Digitalem bewegt.

Für Michael Moser entstanden zahlreiche Cellowerke, solistisch und für unterschiedliche Besetzungen. Zu den Komponistinnen und Komponisten zählen Bernhard Lang, Klaus Lang, Beat Furrer, Isabel Mundry, Pauline Oliveros und Clemens Gadenstätter. Auch für das von ihm mitbegründete Trio Amos, dem auch Sylvie Lacroix (Flöte) und Krassimir Sterev (Akkordeon) angehören, wurden neue Werke geschrieben. Michael Moser ist als Solist oder Ensemblemitglied regelmäßig zu Gast bei den internationalen Schauplätzen neuer und improvisierter Musik.

Am 12. September spielt Michael Moser ein Solo-Recital beim Tiroler Festival Klangspuren unter dem Titel „Alone, alone“ mit Werken u. a. von Peter Ablinger, Michael Maierhof sowie einer Uraufführung von Wolfram Schurig.

© Ö1, Zeit-Ton, 6.9.2019

Playlist:

Komponist/Komponistin: Bernhard Lang
Titel: Differenz/Wiederholung 3 – für Flöte, Violoncello und Akkordeon (Ausschnitt)
Ausführende: Trio Amos
Ausführender/Ausführende: Sylvie Lacroix /Flöte
Ausführender/Ausführende: Michael Moser /Violoncello
Ausführender/Ausführende: Krassimir Sterev /Akkordeon
Länge: 01:20 min
Label: Durian 0272

Komponist/Komponistin: Peter Jakober
Titel: Puls 2 für Violoncello und 8-Track-Audio (2005) (Ausschnitt)
Solist/Solistin: Michael Moser (Violoncello)
Länge: 04:52 min
Label: 0015007KAI

Komponist/Komponistin: Michael Moser
Titel: Place / Replace / Represent für Klavier, Saxophon, Violoncello, Kontrabass, zwei Perkussionisten und Resonanzklavier (2007/08) (Ausschnitt)
Ausführende: Polwechsel:
I: Burkhard Beins (Schlagzeug, Perkussion)
I: Martin Brandlmayr (Schlagzeug, Perkussion)
I: John Butcher (Tenor- und Sopransaxophon)
I: Michael Moser (Violoncello)
I: Werner Dafeldecker (Kontrabass)

I: John Tilbury (Klavier)
Länge: 00:02 min
Label: hatOLOGY 672

Komponist/Komponistin: Michael Moser
Titel: Antiphon Stein: Side B (Ausschnitt)
I: Klaus Lang (Orgel)
* Berndt Thurner (Schlgawerk)
I: Michael Moser (Klangregie)
Länge: 02:52 min
Label: Manus

Komponist/Komponistin: Michael Moser
Titel: Nos ai cora-m fui endormitz (2019)
I: Polwechsel:
I: Burkhard Beins (Schlagzeug)
I: Martin Brandlmayr (Schlagzeug)
I: Michael Moser (Violoncello)
I: Werner Dafeldecker (Kontrabass)

I: Klaus Lang (Orgel)
Länge: 16:47 min
Label: Manus

Komponist/Komponistin: Peter Ablinger
Titel: Das Blaue vom Himmel für Violoncello und Elektronik (1995-97) (Ausschnitt)
Solist/Solistin: Michael Moser (Violoncello)
Länge: 01:25 min
Label: Durian 007-2

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