Elektronische Musik zieht ins Museum, will plötzlich Kunst sein? Das beklagt der Popkritiker Simon Reynolds in seinem beachteten „Conceptronica“-Aufsatz.    Total daneben.

Früher lautete die entscheidende Frage der Nacht: Wie komme ich bloß rein in den Club? Heute lautet sie oft: Will ich da überhaupt noch rein? Oder passieren die neusten und aufregendsten Dinge inzwischen anderswo? Vor allem in der experimentellen und konzeptfreudigen elektronischen Musik werden Räume, die lange Zeit als Zufluchtsorte unter Gleichgesinnten galten, immer häufiger kritisch hinterfragt. Der Club galt der Incrowd mal als Schutzraum vor den Außenstehenden und Nichtsverstehenden. Und natürlich hat diese Idee noch nicht ausgedient. Es gibt jedoch DJs und Produzentinnen, die sich zunehmend davon verabschieden – und sich den Freiheiten ihrer selbst geschaffenen Welten und Schutzräume zuwenden…

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© Zeit Online, Kultur, 18. Oktober 2019

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