Gesang und Gemeinschaft hängen im Christentum eng zusammen. Ein Blick in die Geschichte zeigt: Es geht auch anders.

Die Corona-Krise erschüttert das kirchliche Leben. Besonders schmerzlich werden die virusbedingten Einschränkungen dort empfunden, wo sie die gemeinschaftlichen Aktivitäten einer Religionsgemeinschaft lahmlegen: beim gemeinsamen Beten, beim gemeinsamen Singen, dem gemeinsamen Abendmahl. Gemeinsam lautstark zu singen in gefüllten, geschlossenen Räumen gilt derzeit offenbar als ein „Superspreading-Event“ ersten Ranges. Solange das Virus hierzulande kursiert, ist das Singen in den Kirchen obsolet. Und das kann noch lange der Fall sein.

Seelsorge kann notfalls telefonisch stattfinden. Gemeinsam beten geht per Videokonferenz. Monologisch predigen lässt es sich, wenn man es technisch professionell macht, im Video sogar besser als im präsentischen Gottesdienst. Aber zum Singen will den Kirchen partout kein Ersatz einfallen. Dabei ist das Singen nicht alternativlos….

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© Zeit Online, Kultur, 19.6.2020

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