Gerade hat Hildur Gudnadóttir den Golden Globe in der Kategorie Beste Filmmusik gewonnen, als erste Solokomponistin überhaupt. Nun fragt eine Reporterin sie, woher sie denn so plötzlich komme. Sie werde mit Aufträgen und Preisen ja nur so überhäuft – im September der Emmy für die Musik zur Serie Chernobyl, nun der Globe für Joker. Aber was war der Durchbruch, was brachte sie auf das Radar?

 

Gudnadóttir könnte jetzt sagen, dass der Joker-Regisseur Todd Phillips sie engagierte, weil ihre Musik zu Sicario 2 und Maria Magdalena ihm gefallen hatte. Und dass Craig Mazin, der Schöpfer von Chernobyl, von irgendwem einen Tipp bekommen hatte und sie einfach anrief – wie es eben so läuft. Das wäre die ehrliche Antwort.

Aber sie hat eine noch ehrlichere, man kann sie sich auf YouTube ansehen: Sie mache ja schon seit 20 Jahren Filmmusik. Eigentlich habe das alles also ziemlich lange gedauert. Sie freue sich aber, dass die große Scheu der Branche, die guten Aufträge auch mal an Frauen zu geben, endlich nachgelassen habe.

Für die Musik zu Joker ist Gudnadóttir jetzt auch für den Oscar nominiert….

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© Zeit Online, Kultur, 18.1.2020

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