Man nannte sie „The Divine One“ – „Die Göttliche“. In der ewigen Rangliste der Jazzsängerinnen streitet sie mit Ella Fitzgerald und Billie Holiday um den ersten Platz, und für viele nimmt sie ihn dauerhaft ein: Sarah Vaughan (1924 -1990).

Mit Odilo Clausnitzer

Ihr enormer Tonumfang, ihre fast klassisch glanzvolle Altstimme und ihr höchst modulationsreicher Vortrag sichern ihr eine historische Ausnahmestellung. Als sie Anfang der 1940er Jahre ihre Profilaufbahn einschlug, war sie eng mit der Bebop-Szene assoziiert. Die Tonsprache Charlie Parkers und Dizzy Gillespies übertrug sie in ihre wendigen Scat-Improvisationen.

Aber kaum eine andere konnte auch Balladen mit solch glutvoller Intensität und honigsüßer Lieblichkeit interpretieren wie sie. Swing– und Blues-Nummern sang sie mit spielerischer Koketterie – auch dafür stand ihr zweiter Spitzname „Sassy„, „die Freche“.

Die Sendung gibt einen Überblick über das erste Jahrzehnt ihrer Karriere, in dem sich ihr späterer Star-Status anbahnte.

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© WDR 3, Jazz & World, 16.10.2017

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