Eddie „Cleanhead“ Vinson, Altsaxofonist, Bandleader, Sänger und Publikumsliebling, wurde vor 100 Jahren, am 18.12.1917, in Houston, Texas geboren.

Mit Hans W. Ewert

Vinson war mindestens zwei Musiker in einem. Einerseits ein engagierter Bluessänger mit dem Cry der Shouter, andererseits ein exzellenter Bebop-Altsaxofonist der Charlie Parker-Schule. In den 1930er und 40er-Jahren spielte er mit Swingbands zum Tanz oder glänzte als stimmgewichtiger Sideman am Altsaxofon bei Cootie Williams, Count Basie, Johnny Otis, Buddy Tate und Jay McShann, wovon eine solide Menge Schallplatten zeugen. Später spielte er eine im Blues getränkte Version von Bebop mit eigenen Bands, in denen sich Musiker wie John Coltrane, Red Garland und Johnny Coles ihre Sporen verdienten. Mit seinem kahlen Schädel, den er einem Unfall mit einem falsch angewandten Mittel zur Glättung seines Kraushaares verdankte, war er besonders auf europäischen Festivals gern gesehener Gast, der das Publikum steuerte und begeisterte, wenn er „Cleanhead Blues“ und „Kidney Stew“ spielte und „Person to Person“, „I Had a Dream“ und „You Can’t Make Love Alone“ sang. Zum 100. Geburtstag des Sängers und Saxofonisten präsentiert
WDR 3 Jazz & World diese und andere Aufnahmen.

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© WDR 3, Jazz & World, 18.12.2017

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