Die Klänge schmiegen sich aneinander, fast schwerelos fügen sich die Melodiebögen. Für sein Album „Rising Grace“ ist der österreichische Jazz-Gitarrist mit vier Profis der Improvisation ins Studio gegangen: Brian Blade sitzt am Schlagzeug, Larry Grenadier spielt Bass, dazu kommen noch Brad Mehldau am Klavier und Ambrose Akinmusire an der Trompete.

Von Johannes Kaiser

„Ich würde sagen, dass auf diesem Album wenig Ego im Spiel war, ja, das kann man sicher so sagen, wobei das keine bewusste Entscheidung ist. Das ist ein Aufeinander-reagieren und dann quasi sehen alle, was ist der gemeinsame Weg jetzt musikalisch und niemand von denen muss sich irgendwie besonders beweisen. Die haben alle ihre großartigen Sachen schon gemacht und es zählt der Moment und alle sind hellwach und es ist relativ unaufgeregt. Das ist auch vielleicht ein Merkmal dieser Produktion und dieser Aufnahme, dass das alles einen gewissen ruhigen Fluss hat, obwohl das nie schläfrig wird, aber es hat eine gewisse Gelassenheit, würde ich mal sagen.“

„Brads Karriere verfolge ich jetzt schon lange und ich liebe seine Musik, ich liebe seine Art zu improvisieren, diesen Touch, den er am Klavier hat, sehr differenziert, auch von der Klassik beeinflusst, sein harmonisches Verständnis, das einerseits die gesamte Jazzwelt abdeckt und andererseits aber wirklich auch beeinflusst ist von Komponisten wie Brahms oder Bach und dann noch diese unglaubliche rhythmische Flexibilität, die er hat.“

© Deutschlandradio Kultur,  TONART | Beitrag vom 14.11.2016

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