Werke von Toshio Hosokawa und Isabel Mundry: „Fluss Linie“

Heute Abend 23.05 Uhr WDR 3 „Fluss Linie“

Die ungewöhnliche Besetzung Soloquartett plus Orchester hat einst Louis Spohr, der Geiger und Komponist, vor gut 180 Jahren „erfunden“. Eine Kombination, die erst im 20. Jahrhundert gewichtige Früchte trug, etwa in Werken von Morton Feldman oder Helmut Lachenmann.

Oder, in jüngster Zeit, bei Toshio Hosokawa und Isabel Mundry. Beide verwandeln jeweils eigenständige Quartettsätze in konzertante Werke. Hosokawa entfaltet sein Konzertstück – mit dem bezeichnenden Titel Fluss – aus einer kleinen Hommage, die er zum 40. Geburtstag des Arditti Quartets schrieb: Small River in a Distance. Die Idee des Fließens ist beiden Stücken gemeinsam. Seine Kollegin Isabel Mundry greift ebenfalls auf ein Streichquartett zurück, zerlegt es allerdings systematisch, um das Material, einem Bausatz gleich, ganz neu zu gruppieren, die Charaktere zu schärfen und das Ganze zu einem Quartettkonzert zu transformieren.

Toshio Hosokawa
Small River in Distance (2014) für Streichquartett; Arditti String Quartet

Toshio Hosokawa
Fluss (2014) für Streichquartett und Orchester; Arditti String Quartet, WDR Sinfonieorchester Köln, Leitung: Peter Rundel

Isabel Mundry
Linien, Zeichnungen (2004) für Streichquartett; Arditti String Quartet

Isabel Mundry
Zeichnungen (2005-06) für Streichquartett und Orchester; Arditti String Quartet, WDR Sinfonieorchester Köln, Leitung: Lothar Zagrosek

Moderation: Kornelia Bittmann

© WDR 3, Studio Neue Musik, 31.01.2016

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