Nach hören….

 

Nach dem gleichnamigen Buch von Emil M. Cioran

Aus dem Französischen von François Bondy

Einen Tag vor Karfreitag beschwört dieses Stimmenspiel einen Gesang auf das Leben, der in Gestalt eines Abgesangs daher kommt. Ciorans Aphorismen in seinem 1979 erschienenen Buch sind Miniessays. Ihre zutiefst pessimistische Kritik der Wirklichkeit lässt hingegen in letzter Instanz eine Wahrheit offen: Es ist die der Intimität des Einzelnen. Einzig Musik und Poesie sind nach Cioran Möglichkeiten, der schuldbeladenen menschlichen Existenz „rauschhaft“ Ausdruck zu geben. Die Regie nähert sich in diesem Hörstück seinen am Paradox angelegten Texten, indem sie jeden von einem Schauspieler sprechen lässt, während die Komposition sie in chorische Gesänge übersetzt.

Emil M. Cioran, (1911–1995), in Rumänien geborener Philosoph und literarischer Essayist, ging von 1933–1935 nach Berlin und wurde dort Anhänger faschistischer Ideologeme. Nach seiner radikalen Abkehr lebte er ab 1937 in Paris und schrieb nur noch auf Französisch.

nach hören bis zum 31.3.2016 !

© SWR 2, Hörspiel Studio, 24.3.2016

Mit: 101 Schauspielern und dem SWR Vokalensemble Stuttgart

Komposition: Helmut Oehring

Hörspielbearbeitung und Regie: Kai Grehn

(Produktion: SWR 2013, mit Unterstützung der Volksbühne Berlin und Schaubühne Berlin) Buchausgabe: Suhrkamp