Einer der großen Pianisten Europas kommt aus einem der kleinsten Länder des Kontinents. Geboren in Estlands Hauptstadt Tallinn und aufgewachsen in Deutschland, ist Kristjan Randalu ein wahrer Kosmopolit.

Von Karsten Mützelfeldt

Er kommt aus einem durch und durch musikalischen Hause: der Vater ein Pianist und Musikprofessor, die Mutter ebenfalls klassische Pianistin, Kristjans Schwester eine Bratschistin. Nach Studien in Stuttgart, London und New York und Unterricht bei Lehrern wie John Taylor (eine Preis-Fördermaßnahme des Wettbewerbs Jugend jazzt), Django Bates und Kenny Barron erspielte sich der heute 40-Jährige den Ruf eines virtuosen Instrumentalisten mit ausgeprägtem Klang- und Raum-Bewusstsein. Klarheit, Transparenz und ein Sinn für feine Nuancen prägen seine mal dynamische, mal melancholische Musik. Immer wieder überrascht sie mit dramaturgisch durchdachten Entwicklungen und Strukturen, die sich von den üblichen Formen des Jazz unterscheiden. Kristjan Randalus im letzten Jahr bei ECM erschienenes Album ,Absence’ ist eine Perle des aktuellen kammermusikalischen Jazz.

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© Deutschlandfunk, Jazzfacts, 21.2.2019

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