22.05 Uhr – WDR 3 -Jazz & World „Multi-Kulti-Sounds
Klangexperimente aus Ost und West Mit Cecilia Aguirre

22.05 Uhr – NDRInfo – „Fenster nach Europa“ Concept Art Orchestra, live im Jazz Dock Club Prague

23.03 Uhr – SWR2 – JetztMusik ECLAT 2016: Eivind Buene, Lars Petter Hagen und Carola Bauckholt

Eivind Buene: Possible Cities
Ich habe immer gedacht, dass das Umherwandern in einer Stadt eine gute Metapher ist für das Hören neuer Musik. Eine große Stadt wird dich durch ungemütliche Straßen, in dunkle Gassen und zu plötzlichen Öffnungen von Licht führen. Sie erfordert aktive Beteiligung, sie bietet neue Erfahrungen an, und es gibt zahllose Wege, um von einem Punkt zum anderen zu kommen; eine Vielzahl von möglichen Routen eröffnen sich für beide – den Wanderer und den Hörer. Eine Stadt zu durchqueren lässt dich über Konstruktion und Verfall meditieren, über menschlichen Einfallsreichtum und den unvermeidlichen Einfluss der Zeit. Offensichtliches Chaos offenbart plötzlich eine schöne Logik. Scheinbar zufällige Muster stellen sich als Netzwerk menschlicher Interaktion heraus. Und unterhalb der stabilen Oberfläche gibt es immer Natur, die darauf wartet zu übernehmen, unsere Strukturen durch organisches Wachsen zu verwischen. Ich habe versucht, diese grenzwertigen Zustände in „Possible Cities“ hörbar zu machen. Das Werk ist eine Einladung, in eine Landschaft hineinzuhören, wo Geschichten auftauchen, sich vermehren und wieder verschwinden. Wie Italo Calvino es in seinem Buch Die Unsichtbaren Städte (Le città invisibili) formuliert: Es ist nicht die Stimme, die die Geschichte dirigiert. Es ist das Ohr. (Eivind Buene)
Lars Petter Hagen: Harmonium Repertoire
Fünf Fragmente aus dem Harmonium Repertoire Archiv. Reflektionen über Bruckner, Strauss, Berg, Mahler und Schönberg. (Lars Petter Hagen)
Carola Bauckholt: Sog
Sog entstand im Auftrag des Cikada Ensembles und ist ihm gewidmet. Können Klänge einen Sog erzeugen, dessen Kraft einen mitnimmt? Wie könnte das funktionieren? Die festen Bestandteile der Orientierung lösen sich zunächst auf. Das Ensemble vermischt sich zu einem tiefen Gesamtklang, der zum Eintauchen einlädt. Wie im Dunkeln die Augen, richten sich die Ohren durch das Hineinhören auf Elemente in der Tiefe des Klanges. Wie beim Hineingleiten in den Schlaf könnte man sich dann in einem Traum befinden, in dem rationale Kausalitäten keine übergeordnete Funktion mehr besitzen. Es sind die irrationalen Gebiete unseres Hirns, die mich faszinieren und die durch Kunst erspürt werden können. (Carola Bauckholt)

Hörtipps ….
20.05 Uhr – HR2 – Kaisers Klänge „Das Schlaflied der Vernunft – Musik zu den Bildern von Goya“
Er war ein äußerst sinnlicher Maler. Ob er die einfachen spanischen Mädchen, die Majas, in ihrer ganzen Schönheit darstellte oder ob er Damen von Welt splitternackt porträtierte, ob er mit brutalem Realismus Hinrichtungen nachmalte oder mit schlichten Strichen den Schlaf der Vernunft beklagte: Die emotional berührenden Bilder Francisco de Goyas riefen auch immer wieder die Musik auf den Plan. Von Klavier- und Gitarrenzyklen über Opern und Musicals bis zu Jazz- und Orchesterbildern reicht die Palette der Goya-Vertonungen.