Vadim Neselovskyi, solo / Vadim Neselovskyi Trio in Konzert

Vadim Neselovskyi stammt aus der ukrainischen Hafenstadt Odessa. In die ist er jetzt zurückgekehrt – musikalisch. „Odessa Suite“ heißt das jüngste Konzept-Werk des brillanten Jazz-Pianisten und -Komponisten.

Ende August verbrachte er drei Produktionstage im Bremer Sendesaal, um diese Suite für eine Album-Veröffentlichung aufzunehmen. Auch beim abschließenden Konzert vor kleinem Publikum, das zudem live gestreamt wurde, stand natürlich das musikalische Porträt seiner Heimatstadt im Zentrum.

In Odessa, damals noch Teil der Sowjetunion, hatte Vadim Neselovskyi ein klassisches Klavierstudium begonnen. Parallel begeisterte er sich bereits für die Möglichkeiten des Jazz, inspiriert von Aufnahmen US-amerikanischer Koryphäen wie Keith Jarrett, Chick Corea und Thelonious Monk. Mitte der neunziger Jahre, da war er gerade 17, emigrierte seine Familie nach Deutschland. In Dortmund setzte der ambitionierte Pianist sein Studium fort. Bis er mit Anfang 20 die Möglichkeit bekam, an die renommierteste Jazz-Schule in den USA zu wechseln, an die Berklee School Of Music. Dort geriet er alsbald unter die Fittiche von Meister-Vibraphonist Gary Burton. Neselovskyi wurde Mitglied seiner Band und steuerte Stücke zum Repertoire bei.

Seither hat er in zahlreichen Formationen gespielt. Sein Album-Debüt als Leader, „Spring Song“ produzierte Top-Pianist Fred Hersch. Mittlerweile gibt es eine Reihe von Veröffentlichungen mit unterschiedlichen Besetzungen. Auch für Komponist John Zorn war der vielseitige Ukrainer, der heute zwischen den USA und Deutschland pendelt, im Studio.

http://xb4160.xb4.serverdomain.org/Musik/Vadim-Neselovskyi-Solo-Trio.mp3
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© Bremen 2, Sounds In Concert, 3.10.2020

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