Ein Gedankenexperiment: Wäre Techno ein Land, dann wäre Wolfgang Voigt? Eindeutig beantworten lässt sich diese Frage nicht, dafür hat der 1961 in Köln geborene Tausendsassa zu viel in seinem Leben gemacht.

Protokoll & Fotos: Thaddeus HerrmannJi-Hun Kim

Bislang, fertig ist Voigt noch lange nicht, mit gar nichts. Da kann Kompakt mittlerweile zum Establishment gehören, sein Acid-Alias Mike Ink ein Garant für euphorische Arme in der Luft auf Retro-Partys sein, sich alle Kreisel-, Profan- und Speicherplatten gleichzeitig drehen: Wolfgang Voigt hat zu viel geschafft, zu viel bewegt: Jegliche Auseinandersetzung mit ihm und seinem Werk bleibt ein Kratzen an der Oberfläche. Wäre Techno also ein Land, dann wäre Wolfgang Voigt mindestens ein Minister mit einem mindestens besonderen Aufgabenbereich. Der sich immer wieder aus dem Tagesgeschäft herausziehen kann, darf und sogar soll, um seiner eigenen Kunst den eingeforderten Raum zu geben. So aktuell geschehen mit seinem neuen Album „Narkopop“ und der Fortführung seines GAS-Projekts. Es ist die vielleicht wichtigste Maske, die sich Voigt in all den Jahren aufgezogen hat: Seine Ambient-Entwürfe bieten sowohl genug Reibungs- als auch Assoziationsfläche für alle Beteiligten. Ji-Hun Kim und Thaddeus Herrmann haben Wolfgang Voigt getroffen, ein paar Fragen gestellt, vor allem aber zugehört. Denn Wolfgang Voigt spricht nicht oft so offen über das, was hinter und noch vor ihm liegt. Feat.: Wald, Kompakt, Techno, Deutschland, Köln, Minimal Techno vs Minimal Art, Humor und Erfolg. Wolfgang Voigt bleibt auch 2017 unkaputtbar, für das Dasein als Techno-Opa ist er noch lange nicht bereit. Ein O-Ton-Protokoll.

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