Das besondere Konzert: Ultraschall Berlin – Festival für neue Musik Live aus dem Heimathafen Neukölln 18.1.2018

Das GrauSchumacher Piano Duo spielte bei Ultraschall Berlin im Heimathafen Neukölln Werke von B.A. Zimmermann, Brigitta Muntendorf und Piotr Peszat.

Dabei folgt dieser Abend der Maxime, dass „neue Musik“ nicht unbedingt nur solche von gestern und vorgestern sein muss, sondern auch einen nach wie vor herausfordernden Komponisten wie Bernd Alois Zimmermann einschließt, an dessen 100. Geburtstag in diesem Jahr erinnert wird und der heute Abend mit seinen beiden einzigen und aus unterschiedlichen Schaffensphasen stammenden Werken für zwei Klaviere vertreten sein wird. Das ausführende Klavierduo GrauSchumacher ist harte Nüsse gewöhnt und liebt Grenzüberschreitungen – wozu es dann bei den nun auch zeitlich ganz aktuellen, ihnen gewidmeten Kompositionen von Piotr Peszat und Brigitta Muntendorf  weitere Gelegenheiten hat. Denn hier geht es nicht mehr nur um vier tastenspielende Hände, sondern eine enorme Vielfalt elektronischer Raumbildungen, Echos und Einreden, kurz: um die Begegnung einer klassischen Musizierform mit der digitalen Welt. Wenn Brigitta Muntendorf in ihren beiden Stücken – eines davon ist eine Uraufführung – „das Gegenwärtige in Gestalt der Vergänglichkeit“ zu Klang werden lassen will, umkreist sie einen Wesenskern jeder Musik überhaupt, abgebildet mit dem Instrumentarium unserer Tage.

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Brigitta Muntendorf:
„Key of presence“ für zwei Klaviere, Live-Elektronik und Zuspielung

Brigitta Muntendorf:
„Key of absence“ für zwei Klaviere und Live-Elektronik
(Auftragswerk von BASF und rbb)

Bernd Alois Zimmermann:
„Perspektiven – Musik zu einem imaginären Ballett“ für zwei Klaviere

Piotr Peszat:
„The Message“ für zwei Klaviere, Sampler, Audio-Playback und Video (Deutsche Erstaufführung)

Bernd Alois Zimmermann:
„Monologe“ für zwei Klaviere

GrauSchumacher Piano Duo:
Andreas Grau, Klavier
Götz Schumacher, Klavier

© Deutschlandfunk Kultur, Konzert, 18.1.2018

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