Sie hat den WDR-Jazzpreis 2018 im Fach Komposition gewonnen, arbeitet seit vier Jahren als Bandleaderin ihres Quartetts und schreibt regelmäßig für große Formationen: Die Bassistin und Komponistin Hendrika Entzian ist eine starke Stimme im deutschen Jazz.

Von Anja Buchmann

Sie ist Anfang 30, kommt ursprünglich aus Kiel; seit 2009 lebt sie in Köln, hat dort ihren Kontrabass-Bachelor und 2015 den anschließenden Master im Fach Komposition gemacht. Zur Zeit ist Hendrika Entzian im Rahmen einer Artist in Progress-Förderung, zudem an der Musikhochschule Köln als Dozentin beschäftigt. In ihrem Quartett mit Matthew Halpin, Tenorsaxofon, Fabian Arends, Schlagzeug, und Simon Seidl, Klavier, entwirft sie sowohl ruhige, farbenfrohe als auch energetische, zupackende Musik und lässt immer mehr Raum für freie improvisatorische Ausflüge – woraus sie zuweilen auch Ideen in ihre Arrangements für Big Band mit einfließen lässt. Eines ihrer Stücke wurde beim BuJazzO Kompositionswettbewerb 2016 in das Programm Zukunftsmusik aufgenommen; ein ganzes Programm mit Eigenkompositionen hat sie für das Kölner Subway Jazz Orchestra zusammengestellt, und im Herbst 2017 schrieb sie ein Stück für den Arrangers Workshop des niederländischen Metropole Orkest. Orientierung findet Hendrika Entzian an Vorbildern wie Maria Schneider und Gil Evans, aber auch bei Bob Brookmeyer oder John Hollenbeck. Eine musikalische Fundgrube, aus der sie ihren eigenen Stil entwickelt: Klangbilder aus groovebetonter Kraft, Transparenz und lyrisch-holzigen Passagen.

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© Deutschandfunk, Jazzfacts, 26.4.2018

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