Auf seiner Trompete hat er einen eigenständigen Sound entwickelt und wurde wegen seines dunklen Spieltones als „Edgar Allan Poe der Trompete“ bezeichnet.

Pionier des europäischen Jazz

Heute begeht er seinen 75. Geburtstag: Tomasz Stánko, international renommierter Jazztrompeter aus Polen. Bereits Anfang der sechziger Jahre hatte Stanko einem kleinen Kreis von Jazzaktivisten angehört, die – inspiriert von US-amerikanischen Vorbildern wie Ornette Coleman – nach freieren Ausdrucksformen strebten. Wenig später holte ihn der Pianist und Komponist Krzysztof Komeda, Leitfigur des jungen Jazz in Polen, in seine Gruppe. „Music For K“ hieß das erste eigene Album Stánkos, aufgenommen Anfang 1970: eine Hommage an den kurz zuvor verstorbenen Mentor.

Die Quintett-Besetzung jener Produktion trat auch im Frühsommer 1972 in Bremen auf: Tomasz Stánko (Trompete), Zbigniew Seifert (Geige, Saxophon), Janusz Muniak (Saxophone, Flöte), Bronislaw Suchanek (Bass), Janusz Stefanski (Schlagzeug). Jüngst war Stanko, der in den letzten Jahren mehrfach als einer der großen Pioniere des europäischen Jazz gewürdigt wurde, wieder mal in unserer Region: mit seinem New Yorker Quartett, mit dem er zwei Alben für das ECM-Label aufgenommen hat.

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© Nordwestradio, 11.7.2017

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