Thelonious Monk „It’s the resonance, stupid!“

Auf den Tag genau vor 35 Jahren starb Thelonious Monk, der als der Komponist der Jazzmoderne so anerkannt ist, wie seine Leistung als Pianist und Bandleader noch immer übergangen wird.

Von Stefan Hentz

Minton’s Playhouse in Harlem war Anfang der Vierziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts der Ort, wo die verschiedenen Ideenfäden, die die Musiker der Hausband in den Club brachten, zum ersten Stil der Jazzmoderne verknüpft wurden, zum Bebop. Ein junger Mann saß dort am Klavier, der mit außergewöhnlich kantiger Spieltechnik den Drive des Stride-Klavierspiels mit modernen harmonischen Ideen verknüpfte und sich als ein steter Quell von solchen Ideen getragener Kompositionen erwies: Thelonious Monk (1917-1982). Während Monks Kompositionen auf dem Papier zunächst simpel wirkten, erwiesen sie sich doch als ideales Mittel, neue Klänge jenseits der Grammatik von Akkord und Skalenton zu erschließen. Das Geheimnis? Das Spiel mit den Resonanzen des Flügels.

Manuskript

© WDR 3, Jazz & World, 17.2.2017

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