Über ein halbes Jahrhundert prägte Count Basie (1904 – 1984) mit seinem Orchester den Sound des Swing. Gerne kokettierte er damit, dass er eigentlich kein richtiger Pianist sei. Aber wie kaum ein Anderer konnte Basie mit wenigen unnachahmlichen Motiven, deren Effektivität durch den Einsatz der Rhythmusgruppe noch gesteigert wurde, seiner Band lässigen Schwung verleihen.

Von Gerd Filtgen

Elegante Themen wie „One O‘ Clock Jump“ und „Jumpin‘ At The Woodside“ verwiesen mit ihren Blues betonten Riffs auf den Kansas-City-Jazz. Eine weitere Attraktion waren die Solisten der Band, die wie die Tenoristen Herschel Evans und Lester Young mit unterschiedlich temperamentvollen Spielauffassungen die Musik dynamisierten. Ab den 1950er-Jahren sicherte sich Basie sporadisch die Mitarbeit fähiger Arrangeure. Besonders produktiv erwies sich die Zusammenarbeit mit Neal Hefti, die in dem zeitlosen Meisterwerk „Atomic Basie“ gipfelte.

© SWR 2, Jazztime, 23.6.2018

Playlist:

Moten/Basie:
Small Black/CD: Basie Beginnings
Benny Moten’s Kansas City Orchestra

Count Basie:
One O’Clock Jump/CD: The Original Decca Recordings
Count Basie

Freed/Lane:
Listen My Children/CD: Count Basie Vol. One 1932 – 1936
Count Basie

R. Perryman:
The Dirty Dozens/CD: The Kid From Red Bank
Count Basie All American Rhythm Section

Count Basie:
Rat Race/CD: The Indispensable Count Basie
Count Basie

Van Heusen/Burke:
Polka Dots And Moonbeans/CD: Count Basie At Newport
Count Basie

Neal Hefti:
Li’l Darlilng/CD: Basie The Complete Atomic Basie
Count Basie

Count Basie:
Count’s Place/CD: Count Basie And The Kansas City Seven
Count Basie And The Kansas City Seven

Nelson:
Hobo Flats/CD: Afrique
Count Basie

Layton:
Jive At five/CD:Count Basie 5 Kansas City
Count Basie 5 Kansas City

Basie/Peterson
That’s The One/CD: The Timekeepers
Count Basie/Oscar Peterson

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