„The Abstract Truth“ Der Komponist, Bandleader und Saxofonist Oliver Nelson

Oliver Nelson (19321975) war ein bemerkenswerter Solist auf dem Alt-, Tenor- und Sopransaxofon, aber das Komponieren überschattete schließlich seine Fähigkeiten auf den Instrumenten.

Mit Hans W. Ewert

Mit 15 wurde Nelson Berufsmusiker in Territory Bands aus St. Louis. Er arrangierte und spielte Altsaxofon in Louis Jordans Big Band zu Beginn der 1950er-Jahre, arbeitete mit Erskine HawkinsWild Bill Davis und Louie Bellson. Während er in Quincy Jones’ Band spielte, 196061, nahm er sechs Schallplatten mit kleineren Ensembles sowie eine mit Big Band auf, die ihm großen Respekt in der Jazzwelt einbrachten. „The Blues and the Abstract Truth“ von 1961 ist ein Klassiker des Jazz, die Platte half einen Song populär zu machen, den Nelson mit Eddie ‚Lockjaw’ Davis eingespielt hatte, „Stolen Moments“. So gut sein Spiel war, das Elemente des Soul wie auch der klassischen Moderne einbezog, war er doch als Arrangeur mehr gefragt. So prägte seine Arbeit zahlreiche ausgezeichnete Schallplatten, unter anderen von Wes MontgomeryJimmy SmithBilly TaylorCount BasieGato Barbieri und Stanley Turrentine. Ende der 1960er-Jahre begann Nelson, in den Studios von Hollywood Musiken für Film und Fernsehen zu schreiben. Nach seiner letzten Aufnahme im Oktober 1975 erlag Nelson einem Herzinfarkt – er war 43 Jahre alt und auf dem Höhepunkt seines Schaffens.

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© WDR 3, Jazz & World, 19.2.2018

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