Die energetischen Bilder des Dichters fordern zu einem rauschhaften Dialog von Worten und Klängen heraus. Mit der Musik von Werner Cee und dem Schlagzeugspiel von Michael Wertmüller.

„In dem Augenblick, da ihn das Blitzlicht traf, hatte er aufschäumende Nebel von schwarzen oder grauen Hieroglyphen zu sehen geglaubt, ein Schneegestöber von Buchstaben, das sich herabsenkte wie Brandqualm.“ In der radikalen Freiheit von Wolfgang Hilbigs Dichtung scheinen Bilder auf, die Werner Cee als Ausgangsmaterial für ein intensives Klangexperiment dienen. Im Wechselspiel zwischen seiner Komposition und Michael Wertmüllers energetischem Schlagzeugspiel werden die Texte selbst zu Klängen. Eben noch mitgerissen von einem lärmenden Chaos, scheinen sie im nächsten Moment als Treibgut unter dem lichten Spiegel einer Wasseroberfläche auf, ganz so, als ob nichts gewesen wäre.

Territorien
Hörstück von Werner Cee mit Zitaten und Auszügen aus Texten von Wolfgang Hilbig und der Musik von Michael Wertmüller und Werner Cee
Bearbeitung, Komposition und Regie: Werner Cee
Mit: Isabel Karajan, im O-Ton Wolfgang Hilbig
Musiker:
Werner Cee, Elektroakustische Chin
Michael Wertmüller, Percussion und Schlagzeug
Ton: Martin Eichberg
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2019
Länge: 66’43 (Ursendung)

© Deutschlandfunk, Hörspiel, 3.10.2019

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