Die Geschichte des Albums „In Blue“ beginnt 2019 nicht in einem Aufnahmestudio, sondern bei Facebook Messenger. Dort tauschten der britische Dubproduzent Kevin Martin alias The Bug und die in Berlin ansässige US-Produzentin Felicia Chen, die sich Dis Fig nennt, Ideen aus. Von Louisa Zimmer

Zum persönlichen Kennenlernen kommt es vorerst nicht, stattdessen senden sich beide Songskizzen, Textnotizen und Samples zu. Überhaupt war der Kontakt zwischen Dis Fig und The Bug auf digitalem Wege zustande gekommen: Chen hatte eine Nachfrage bezüglich eines DJ-Mixes von Martin, sie begeisterte sich für einige Tracks, im weiteren Chatverlauf entstand die Idee zum gemeinsamen Musikmachen.

Die beiden Künstler:innen The Bug und Dis Fig eint beim disruptiven Sound von „In Blue“ ihre Vorliebe für verstörenden Lärm.

Louisa Zimmer

Die Pandemie hat diesen Austausch keineswegs gebremst. Das Duo-Album „In Blue“ ist die gelungene Kollaboration zweier umtriebiger Elektronik-Geeks, die schon vor Inkraftreten von Corona-Abstandsregelungen und Lockdownbestimmungen für sich Social Distancing praktiziert haben, weil dies ihrer Arbeitsweise entsprach.

© TAZ, Kultur, 8.1.2021

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