Was hörten David Bowie und Iggy Pop während ihrer Berliner-Jahre? Die Compilation „Café Exil“ sucht eine Antwort darauf. Von Andreas Hartmann

Über David Bowies und Iggy Pops Jahre in Berlin von 1976 bis 1978 ist schon viel geschrieben worden, ganze Bücher gibt es dazu. Immerhin gilt deren kurze Zeit in der damaligen Mauerstadt bei beiden als jeweils produktivste Ära in ihren langen Karrieren. Hier entstand Bowies berühmte „Berlin-Trilogie“ mit den Alben „Low“, „Lodger“ und „Heroes“, Pop nahm seine Klassiker „The Idiot“ und „Lust For Life“ auf.

Nun gibt es eine Compilation, deren Aufhänger die Frage ist: Welche Musik könnten Bowie und Pop damals während ihrer Zeit in Deutschland gehört haben? Wobei der Sampler mit dem Titel „Café Exil – New Adventures in European Music 1972–1980“ sein Thema noch ausdifferenzierter behandelt. Kompiliert wurde demnach Musik, die die beiden Popmusiker in der Kreuzberger Künstlerkneipe Exil gehört haben könnten.

In dieser verkehrten diese öfters und spielten Billard. Der Laden des Schriftstellers und Kybernetikers Oswald Wiener zog damals Intellektuelle und schillernde Figuren an. Martin Kippenberger, Dieter Roth und Rainer Werner Fassbinder waren hier Stammgäste. Der Name Exil passte auch ganz gut zu Bowie und Pop in der Fremde.

© TAZ, Kultur, Musik, 18.1.2021

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