Craig Smith machte im Los Angeles der 60er Jahre Karriere als Folkie und drehte auf dem Hippie Trail durch. Ein Buch erzählt nun seine Geschichte.

I’m Walkin’ Solo“ heißt Track Nummer 9 von „Apache“, eines 1971 in Kleinstauflage veröffentlichten Albums eines gewissen Saitya Sai Maitreya Kali, den seine Mutter, die er kurz darauf fast umgebracht hätte, unter dem Namen Craig (Smith) kannte. In den späten 1960er, frühen 1970er Jahren gab es eine Redewendung, wenn eine Band auseinanderbrach oder ein prominenter Künstler seine Gruppe verließ: Er geht solo.

Das hieß: Hier schließt sich niemand einer anderen Band an und macht also irgendwie weiter, sondern hier fühlt sich jemand berufen, sich der neuesten hochexistenziellen Disziplin an der schwindelerregenden Baumgrenze der Unterhaltungsindustrie knapp unter den Gipfeln der Kunst zu widmen: dem Singer-Songwritertum…

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© TAZ, Kultur, 18.4.2020

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