Er hat mit Jazzlegenden gespielt, nun ist US-Saxofonist Gary Bartz selbst eine. Seine Karriere krönt er mit einem Album zusammen mit der Band Maisha. „Jazz?“ Das sei wie das „N-Wort“ meint Gary Bartz. Eine abwertende Bezeichnung, entstanden vor rund 100 Jahren in den Bordellen von New Orleans. Berühmte Musiker wie Charles Mingus, Art Blakey und Miles Davis hätten den Begriff nie in den Mund genommen.

Von Jan Paersch

Bartz muss es nun wirklich wissen: Er hat mit allen dreien gespielt, und mit Davis hat er sogar große Stadien während dessen elektrischer Phase beschallt.

Im August 1970 spielte der US-Saxofonist mit dem Trompeter vor Hunderttausenden beim britischen Isle-of-Wight-Festival, auch bei den Aufnahmen von Davis’ brachialem Doppelalbum „Live Evil“ war Bartz dabei. „Ich habe mit vielen guten Bandleadern gearbeitet“, erinnert sich der 79-Jährige. „Aber Miles war der größte. Er musste gar nichts sagen, er lehrte mich ohne Worte. Miles war imstande, seine Musik so oft zu ändern, weil er zuhörte…

Weiter lesen …!

© TAZ, Kultur, Musik, 29.6.2020

3 Comments

Danke, das Du meinen Beitrag kommentieren möchtest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.