Er war kein Star, aber einer der größten britischen Jazz-Musiker. Jetzt ist der Pianist Keith Tippett, der Stilgrenzen stets ignorierte, gestorben.

Keith Tippett war ein Perfektionist. Ob er nun seinem 50-köpfigen Hybridjazz-Ensemble Centipede vorstand, Progrock-Bands an den Tasten unterstützte oder offene Formen der „spontanen Komposition“ erkundete: Der britische Pianist stand im Ruf, lieber noch ein bisschen mehr zu üben als notwendig.

Dass der 1947 in Bristol geborene Tippett, der in seiner Laufbahn musikalische Grenzen wenig respektierte und lieber die Möglichkeiten der Freiheit von Stil- und Genrebeschränkungen erkundete, der Sohn eines von Berufs wegen für Recht und Ordnung sorgenden Polizisten war, ist eine kleine Ironie seines Lebens. Musik, genauer Jazz, wurde darin schon früh bedeutend. Als Jugendlicher spielte er in Bands traditionellen Jazz, mit 20 zog er nach London, um sich als Pianist zu verdingen….

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© TAZ, Kultur, Musik, 18.6.2020

KEITH TIPPETT RIP
Posted by Sid Smith on Jun 15, 2020

 

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