Es hätte ein rauschendes Fest werden sollen. So, wie es sich für ein Independent-Label gehört, das sein 25-jähriges Bestehen feiert. „Eine gewisse Tragik liegt schon darin, dass die Feier jetzt ausfällt“, sagt Arne Gesemann, der die Plattenfirma Noisolution betreibt.

Von Jens Uthoff

„Schließlich hat es fast ein Jahr Vorbereitungszeit beansprucht, so ein Programm hinzustellen.“ Eigentlich hätten am ersten Aprilwochenende unter anderem die US-Bluesrock-Recken Mother Tongue zum Jubiläumskonzert nach Berlin kommen sollen, doch dann tourte erst mal Sars-CoV-2 als Headliner durch Europa. Die Show: gecancelt.

Eine Katastrophe ist das für Gesemann nicht: „Da bin ich zu sehr Realist. Es gibt so viel Wichtigeres und Schlimmeres im Moment. Kultur und Kunst müssen jetzt gerade mal hintenan stehen.“ Es spricht für den 54-Jährigen, dass er angesichts der Coronakrise das große Ganze im Blick behält, denn der Pandemie-Crash trifft natürlich auch sein Label. Für seinen Mitarbeiter – Noisolution ist ein 2-Mann-Betrieb – muss er Kurzarbeitergeld beantragen…

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© TAZ, Kultur, 6.4.2020

Interview auf Radio1 mit Arne:

 

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