„Find the Sun“ heißt das neue Album von US-Musikerin Angel Deradoorian. Esoterische Texte und die Kraft der Musik bekommen darin Raum. Von Julian Weber

Die ersten drei Songs auf dem neuen Album von Angel Deradoorian, „Red Den“, „Corsican Shores“ und „Saturnine Night“, besuchen die Ohren überraschend. Eher gemächlich nisten sie sich in die Gehörgänge ein, werden sesshaft und schicken Freakgrüße an den Künstler Captain Beefheart und den Biologen Terrence McKenna.

Man hört das auch an „Find the Sun“, ihrem tollen tiefenentspannten Album. Deradoorian hat offensichtlich ihre Balance gefunden, die Musik leuchtet: „Bei mir geht es um Flow, um Energiefelder“, sagt sie dem Online-Magazin American Songwriter. „Fast alle der neuen Songs sind in mittlerem Tempo, im mittleren Energielevel, das spiele ich nicht sofort aus. Ich lasse die Musik behutsam anfangen mit ‚Red Den‘, wobei mir sein Intro hilft, erst dann besinne ich mich auf die Power, ziehe die Räume der Songs bewusst in die Länge und fuhrwerke dann nomadisch in ihnen rum. Dadurch wird die Musik kopfstärker.“

© TAZ, Kultur, 14.9.2020

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