Ausnahmesituationen, in denen Gewissheiten ausgehöhlt und Orientierungen durcheinandergewirbelt werden, weil tiefgreifende Veränderungen bevorstehen – gemütlich klingt es nicht gerade, was der Begriff Liminalität umschreibt.

Von Beate Scheder

Der Anthropologe Victor Turner prägte in den 1960er Jahren den Begriff, der vor allem auf rituell begleitete Schwellenzustände zielt, auf Übergänge und Zwischenphasen, die Individuen oder auch Gruppen durchlaufen und die als solche freilich ziemlich aufreibend sein können.

Klar, dass man diese ähnlich aufregend vertonen muss, mit Musik, die an Hörgewohnheiten kratzt – keine Klänge zum Zurücklehnen. Gemütlich ist vielleicht aber ohnehin das letzte Attribut, das einem zum Berliner Festival CTM einfallen würde, das sich in diesem Jahr den Titel „Liminal“ gegeben hatte…

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© TAZ, Kultur, Musik,3.2.2020

 

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