Der Tagesspiegel: „Hype um Makaya McCraven“ Dieser Schlagzeuger lässt ein neues Musikzeitalter anbrechen

Man hört etwas, das der Beat für ein Hip-Hop-Stück werden könnte. Man hört die polyrhythmischen Bewegungen des Afropop. Man hört es zischeln und tapsen. Man hört eine Akkordverschiebung nach drei Minuten. Man hört Variationen kleiner Tonreihen, die mit der Zeit durch weitere kleine Fragmente ergänzt werden. Es könnte ewig so weitergehen. Kein großes Ding. Interessanter an der Welt Makaya McCravens ist, was man nicht hört in ihr: keine Melodie, keinen Song, keine Botschaft oder kathartische Struktur. Kann sich eine große Sache durch die Abwesenheit dessen auszeichnen, was man von ihr erwartet? Kann eine große Sache vor allem aus kleinen Dingen bestehen?

Jazzfest Berlin 1984: „Piano und Klarinetten“ Enrico Pieranunzi Trio + Hamiet Bluiett and the Clarinet Family

Der italienische Pianist Enrico Pieranunzi ist heute mit dem zweiten Teil seines Trio-Konzertes beim Jazzfest Berlin 1984 zu hören. Hamiet Bluiett war eine der Triebkräfte der amerikanischen Jazz-Avantgarde. Schon 1968 …

Jean-Louis Matinier „In geheimen Zimmern“ Ein Porträt des französischen Akkordeonisten von Karl Lippegaus

Ein Akkordeon erzählt von seinen Einsamkeiten: Unter Jean-Louis Matiniers Händen bekommt das weltweit so populäre wie idiomatische Instrument neues Leben eingehaucht. Profitierend von genauer Kenntnis der klassischen Akkordeon-Literatur komponiert sich …