SZ: Nine Inch Nails „Im tiefsten Höllenkreis“ Neues Material Material der Band vorgestellt von Juliane Liebert

Was die beiden neuen Alben des Ambient-Industrial-Projekts „Nine Inch Nails“ über unsere Haltung zur Krise verraten. Es wird ja oft gesagt, wenn man zwei oder drei Ambient-Alben kenne, kenne man eigentlich alle. In gewisser Weise bestätigen das auch die beiden neuen Alben der Nine Inch Nails, „Ghosts V“ und „Ghosts VI“. 

Der erste Track auf Ghosts V „Letting Go While Holding On“, klingt mit seinen für NIN-Verhältnisse lichten Klavierakkorden sogar sehr nach Brian Enos „Music for Airports“. Nur mit Drone unterlegt und einigen Mikroschleifen aus perlendem Piano angereichert. „Ghosts V“ und „VI“ sind zweifellos deutlich flächiger, schwebender als ihre Vorgänger „I-IV“ von 2008. Damals hatte sich die Band Brian Viglione von den Dresden Dolls als Schlagzeuger eingeladen. Auf den neuen Alben sind nur selten Beats.

Trent Reznor und Atticus Ross sind seit einigen Jahren auch als Filmmusikkomponisten gut im Geschäft, durch ihre neue Musik bewegt man sich allerdings eher wie durch einen extrem detailliert gestalteten Hintergrund eines Computerspiels….

Link zur Musik, der Download ist frei verfügbar

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© Süddeutsche Zeitung, Kultur, 23.4.2020

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