Der Jazz wird gerade von einer Welle der Nostalgie ergriffen. Zeit für eine frische Liste: „Ein paar um die 30, die richtig gute Platten machen und eine eigene Stimme finden“.

Unter den vielen Diskriminierungen der Gegenwart bekommt der sogenannte „Ageism“ die womöglich geringste Aufmerksamkeit. Was das Online-Magazin Slate neulich dazu veranlasste, angesichts „Amerikas Obsession mit Frühentwicklern und des 30-unter-30-Industriekomplexes“ eine Liste der „80 über 80“ zu veröffentlichen. Nun wirkt Altersdiskriminierung in beide Richtungen. Gerade im Jazz, der gerade von einer „100 über 100“-Welle der Nostalgie ergriffen wird (Filme über Ma Rainey und Billie Holiday, Coltrane-Mania, Monk-Renaissance, Parker-Gedenken, Springfluten von Wieder- und Neuveröffentlichungen). Weswegen eine Liste der „ein paar um die 30, die richtig gute Platten machen und eine eigene Stimme finden“ in einer Jazzkolumne eigentlich schon Pflicht ist. Also dann …


Wer gerne weitere Empfehlungen hätte, demnächst kommen hier die Euro Jazz Media Charts für den Januar.


© Süddeutsche Zeitung, Kultur, Musik, 25.1.2021

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