ECM-Labelgründer Manfred Eicher kuratierte in der Elbphilharmonie ein Festival mit Meredith Monk, Avishai Cohen und anderen Künstlern aus der Geschichte seines Labels.

Von Jan Paersch

Stille. Sekundenlang. Jedes Album des Labels ECM beginnt mit fünf Sekunden Andacht. In der Hamburger Elbphilharmonie verstanden es die Besucher, zuweilen noch für längere Zeiträume zu schweigen. In den Momenten, ehe die fünf Frauen in weißen Gewändern auf die Bühne schwebten, in den Momenten, bevor der Trompeter nach dem Applaus sein Horn ansetzte, ja sogar, ehe ein Herr mit schlohweißem, schulterlangen Haar auf den Knopf eines CD-Players drückte. „The most beautiful sound next to silence“, das Motto der Münchner Jazz- und Kammermusik-Ästheten von ECM, das den Abgleich jedes Tons mit der Stille verlangt, gilt nicht nur für die kühlen Albumproduktionen des Labels, sondern auch für die Auftritte seiner Künstler…

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© Süddeutsche Zeitung, Kultur, 10.2.2020

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