Am zweiten Februar wäre Stan Getz 90 Jahre alt geworden. Einer der größten Saxofonisten im Jazz. Mit 13 Jahren bekam er ein Saxofon geschenkt, auf dem er acht Stunden täglich übte.

Mit Karl Lippegaus

Schon als Teenager musizierte Stan Getz mit Jack Teagarden, Nat King Cole und Lionel Hampton, noch bevor die Orchesterchefs Stan Kenton und Benny Goodman auf den Wunderknaben aufmerksam wurden. Nach außen hin scheu und cool wirkend war Stanley in Wirklichkeit ein Draufgänger und bereits vor seinem 20. Lebensjahr in Alkohol- und Drogenmissbrauch verstrickt, die seine Psyche fatal veränderten.

Die Saxofon-Riege von Woody Hermans berühmter Second Herd schmiedete mit ihm den legendären Four Bothers Sound und ebnete Getz den Weg für unzählige eigene Formationen. Der Cool Jazz wurde sein wiedererkennbarer Sound. In den 1960er Jahren gelangten die Bossa Nova-Hits von Antonio Carlos Jobim in sein Repertoire und Stan Getz feierte Welterfolge mit „The Girl from Ipanema“. Seine Unberechenbarkeit, seine Launen und seine Widersprüchlichkeit provozierte seinen Freund, den Saxofonisten Zoot Sims zu dem Satz, Stan sei „a nice bunch of guys“. In seinen späteren Jahren wurde der passionierte Tennisspieler Getz ein fantastischer Balladenkünstler.

Gestorben ist er mit 64 Jahren am 6. Juni 1991. Eines seiner Enkelkinder verstreute auf eigenen Wunsch seine Asche aus Stans Saxofonkoffer vor der Küste von Marina del Rey/Kalifornien.

TitelInterpret
Mickey’s FlightStan Getz
Four BrothersStan Getz
Moonlight in VermontStan Getz
SmilesStan Getz
Speak lowStan Getz
Night RiderStan Getz
Liz-AnneStan Getz
On StageStan Getz
Walk on byStan Getz
RedemptionStan Getz
Chega de SaudadeStan Getz
Blood CountStan Getz
I’ll Never Be The SameStan Getz

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