Zu seinen Lebzeiten oft als Scharlatan verschrien, ist Sun Ra postum zu einem der einflussreichsten Jazzmusiker aufgestiegen. Immer wieder wird seine Musik neu veröffentlicht.

von Christoph Wagner

Während ihn die einen für einen Dilettanten und esoterischen Wirrkopf halten, verehren ihn andere als Visionär: An Sun Ra scheiden sich die Geister. Der amerikanische Keyboarder, Komponist und Bandleader war ein Nonkonformist, der die Regeln der Jazzwelt auf den Kopf stellte und seinen ganz eigenen Ideen folgte. Seit seinem Tod 1993 hat eine Neubewertung und allmähliche Rehabilitation stattgefunden, die den einstigen Exoten und Aussenseiter inzwischen zu einem der einflussreichsten Jazzmusiker der Gegenwart macht, dessen Einfluss allerdings weit über die Jazzwelt hinausreicht. Denn das Verblüffende ist: Seit Sun Ra das Raumschiff Erde verlassen hat, strahlt sein Stern umso heller….

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Sun Ra: Singles – The Definitive 45s Collection, 1952–1991 (Strut). – Hartmut Geerken / Chris Trent: Omniverse – Sun Ra. (Art Yard).

© NZZ, 20.8.2017

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