Lee Konitz ist einer der markantesten Altsaxofonisten in der Nachfolge von Charlie Parker und einer der Gründerväter des Cool Jazz.

Mit Hans W. Ewert

Es steht nicht in Frage, dass der 1927 in Chicago geborene Lee Konitz das Spiel von Charlie Parker eingehend studiert hat. Doch sein Idol zu kopieren, daran hatte er nie das geringste Interesse. Im Gegenteil: als einer der prägenden Improvisatoren des Cool-Jazz war er an der Formulierung eines Gegenmodells zu den zerklüfteten High-Speed-Linien des Bebop beteiligt. Seine spielerische Freiheit fand Konitz in höchst ökonomisch gestalteten Neuformulierungen immer wieder der gleichen Standards aus der Schatztruhe der amerikanischen Songtradition. Bis zum heutigen Tag blieb Konitz dieser Linie treu, noch immer tourt er schier unermüdlich durch die Jazzclubs der Welt und ringt – entspannt wie eh und je – den vertrauten Songs neue Perspektiven ab.

© WDR 3. Jazz & World, 2.1.2017

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