Die E-Gitarre redet in der Avantgarde längst auf Augenhöhe mit. Das liegt auch an Interpreten, die sie als Solo- und Ensembleinstrument immer weiter voranbringen. Einer der aktuellen Spezialisten ist der israelische E-Gitarrist Yaron Deutsch. Das Studio Neue Musik widmet ihm ein Porträt.

Für die Komponisten des 21. Jahrhunderts ist Yaron Deutsch ein denkbar kompetenter Berater, wenn es um die gestalterischen Möglichkeiten der E-Gitarre geht. Viele der Solostücke, die im regen Austausch entstanden sind, hat Yaron Deutsch später uraufgeführt. Zum Beispiel Clemens Gadenstätters „Studies for a Portrait“, die jetzt auf Deutschs aktueller CD herausgekommen sind.ŠEin weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Einbettung der E-Gitarre ins Ensemble. In Stefan Prins groß angelegtem Multimediaprojekt „Third Space“ hat sich Yaron Deutsch mit dem Klangforum Wien zusammengetan. 2018 hat er in Witten an der Uraufführung von „Synthetic Skin“ des Klangforum-Bassisten Uli Fussenegger mitgewirkt. Yaron Deutschs eigene Formation ist das vierköpfige Ensemble Nikel, das seit seiner Gründung 2006 etliche Uraufführungen gespielt hat, viele davon mit zentraler Beteiligung der E-Gitarre.



Mit Ausschnitten aus:
ŠMarco Momi:ŠQuattro Nudi für E-Gitarre
ŠTristan Murail:ŠVampyr! für E-Gitarre
ŠClemens Gadenstätter:ŠStudies for a Portrait für E-Gitarre
ŠChaya Czernowin:ŠSahaf (Drift) für Saxofon, E-Gitarre, Klavier und Schlagzeug
ŠPhilippe Hurel:ŠLocalized für Saxofon, E-Gitarre, Klavier und SchlagzeugŠ
Stefan Prins:ŠThird Space für Saxofon, E-Gitarre, Klavier und Schlagzeug
ŠUli Fussenegger:ŠSynthetic Skin für E-Gitarre, Saxofon, Cello, Kontrabass und Zuspielungen Š
Yaron Deutsch, E-Gitarre; Ensemble Nikel; Klangforum WienŠ

© WDR 3, Studio Neue Musik, 13.12.2020

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