Die Zeiten, in denen Studios für elektronische Musik physische Räume waren, in denen Komponisten von Kette rauchenden Toningenieuren bei der Produktion neuer Werke betreut wurden, sind vorbei. Zumindest ist dieses Modell nur noch eines unter vielen. Künstler und Programmierer müssen nicht einmal mehr in derselben Stadt oder auf dem selben Kontinent arbeiten.

Mit Martina Seeber

Wozu braucht es dann noch Studios? Um neue Software zu entwickeln? Um Aufführungen neuer oder auch existierender Werke zu realisieren und alte Synthesizer zu pflegen? Damit wir in virtuellen Realitäten Musik machen und hören können? Studios sind nicht obsolet, aber ihre Aufgaben sind vielfältiger denn je. Auch die Frage, wie wir in Zukunft Musik hören und wer (oder was) sie komponieren wird, wird durch die Entwicklungsarbeit der Studios mitentschieden. Da ein Studio allein unmöglich mit allen Entwicklungen zugleich Schritt halten kann, stellen alte Institutionen wie Ircam, SWR Experimentalstudio, EMS, Steim, GRM, aber auch die Hochschulstudios die Weichen neu, fast alle in unterschiedliche Richtungen.

© WDR 3, Studio Elektronische Musik, 6.7.2019

KomponistTitelInterpreten
Kees TazelaarRayons de Son
(2010)
(17’02“)
Elektroakustische Musik
Mark Andreüber
(2015)
für Klarinette und
Orchester
(2’20“)
Jörg Widmann
SWR Sinfonieorchester
Leitung: Francois.Xavier Roth
SWR Experimentalstudio
Amble SkuseBig Pink Sofa,
Birds and bees
(2019)
aus: Soundwalk ZKM
für MyCity, MySounds
(1’20“)
Elektroakustische Musik
Daniel ZeaLove Letters
(2018)
für zwei Performer,
zwei Webcams,
zwei Computer,
Video und Elektronik
(1’20“)
Anne Gillot
Mauricio Carrasco
Kirsten ReeseAtmende Kugel
(2017)
für Sänger und Elektronik
(1’50“)
Neue Vocalsolisten Stuttgart
Loïse BulotZenith
(2019)
(3’05“)
Elektroakustische Musik
Piece octophonique
Marco Stroppacome on and play
with me
(2016/18)
(7’45“)
Ircam
SWR Sinfonieorchester
Leitung: Pascal Rophé
Marie GuillerayEstran
(2012)
für Stimme und
Liveelektronik
(6′)
Marie Guilleray

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