Studio Elektronische Musik: praxis [48]:Xenakis’ Selbstanleihen

Der griechisch-französische Komponist Iannis Xenakis sorgte mit Persepolis oder La Légende d’Eer für einige der umfangreichsten und bekanntesten Werke der elektroakustischen Musik. Mit Reinhold Friedl

Bereits für sein erstes Tonbandstück Diamophoses von 1957 hatte er sich in eine vermeintliche Sisyphos-Arbeit gestürzt: er schuf in unzähligen Arbeitsschritten sein eigenes Material und schuf aus der Tonbandaufnahme eines kleines Glöckchens glissandierende Gesänge.

Seine aufwendig erstellten Klangmaterialien benutzte er weiter. Zwar entstanden für seine folgenden Stücke auch neues Material – insbesondere von seinen Reisen nach Japan und Persien brachte er Klänge mit – aber die alten gingen nicht verloren: er recycelt wieder und immer wieder: eine spannende Hörgeschichte Xenakis’scher Materialverwendung – inclusive der Migration elektroakustischer Klänge in seine Instrumentalwerke (und umgekehrt).


http://xb187.xb1.serverdomain.org/radio/musik/OpenSounds-praxis-48-Xenakis.mp3

Iannis Xenakis
Diamorphoses
Concret PH
Orient/Occident
Bohor
Terretektorh
Pithoprakta
Polytope de Montreal
Hibiki Hana-Ma
Persepolis

© WDR 3, Studio Elektronische Musik, 28.11.2020

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