Dylan Moon spielt auf seinem Debüt zwischen Elliott Smith und Syd Barrett meisterhaft mit Intimität und Distanz. Der junge Kalifornier schert sich auf „Only The Blues“ weder um Trends noch um Zahlen – und liefert das bisher packendste Gitarrenalbum des Jahres.

„Sing: Alprazolam take me to Xanadu’s shore / To a blank room with no door / With muted minds and no befores.“ Man muss sich dazu nur zitternde 808s und ein wenig Autotune vorstellen und der nächste Trap-Hit wäre perfekt. Stattdessen: verwaschene Gitarren, verhuschter Gesang. Und ein Interpret, der keine Gesichtstattoos vorzuweisen hat. Dafür aber einen anderen Bezug zum Psychopharmakon: „Viele Songwriter singen über Drogen, von daher hielt ich es für eine gute Idee, über meine eigene Medikation zu singen“, sagt Dylan Moon in sein Headset. Und angesichts der Popularität von Trap sei die Themenwahl wohl nicht der schlechteste career move, ergänzt der 26-Jährige und lacht verhalten….

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© SPEX, Sebastian Lessel,  

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