Der Christopher Columbus Transcontinental Highway ist Amerikas südlichste Verbindung vom Atlantik zum Pazifik. 2500 Meilen Asphalt quer über den ganzen Kontinent – im nüchternen Nummernsystem amerikanischer Autobahnen schlicht I-10 genannt.

In den Ohren fernwehgeplagter „On the road“-Fans klingt das Kürzel verheißungsvoll nach brummenden Motoren, summenden Reifen und rauschendem Fahrtwind. Doch der verführerische Soundtrack des I-10 bietet weit mehr: Junge Wilde wehren sich mit Alternative Rock gegen den Konservativismus des Bible Belt. Vergnügte Alte vergessen beim Tanz zu TexMex und Zydeco ihre harte Arbeit. Einsame Melancholiker spielen sich mit Countrymusic und Blues den Frust von der Seele. Virtuose Instrumentalisten hoben hier den Jazz aus der Taufe und bringen ihn noch heute täglich auf den Weg.

Der I-10 führt von Jacksonville in Florida bis Los Angeles in Kalifornien quer durch die Wiege der amerikanischen Musik. In den Städten entlang der Straße leben junge Chart-Stürmer und alte Genrebegründer. Eine Lange Nacht lang singen sie ihre Lieder, erzählen von ihrer Musik und ihrer Inspiration: von Land, Leuten und der überwältigenden Natur.

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© Deutschlandfunk, Lange Nacht,  20.9.2003

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