Der Briefwechsel reicht vom Jahr 1944, in dem sich die beiden späteren Beat-Heroen erstmals trafen, bis zu Kerouacs frühen Tod im Jahr 1969. Von Anfang an atmen die Briefe dabei den Geist der Suche und des Aufbruchs in einer als bedrückend empfundenen Realität.

„Mitten im unterschiedslosen Chaos, in namenlos wuchernder Realität, suchst du nach Identität“ schreibt Kerouac 1944 an Ginsberg und weist der Literatur und der Kunst dabei eine entscheidende Rolle zu: „ich klammere mich eitel an den Glauben, dass Kunst das potenziell Größte ist, die neue Vision entspringt diesem künstlerischen Rohstoff der Menschheit.“

Während Kerouac sich in den Briefen als Energie geladener, romantischer Visionär zeigt, ist Ginsberg eher der kritische Geist, der sich nach der Auslöschung des ruhelosen und alles zersetzenden Selbst über die Kunst sehnt. Schon früh gerät er dabei an die Grenzen des Wahnsinns und wird von erschreckenden Visionen heimgesucht: „Das Unwirkliche ist jetzt für mich zur stärksten Wirklichkeit überhaupt geworden“ schreibt er an Kerouac im Sommer 1948 und weist sich 1949 schließlich selber in ein Irrenhaus ein. Derweil arbeitet Kerouac schon an seinem späteren Hauptwerk „On the road“: „ich will über diese verrückte Generation schreiben und sie bekannt machen.“ (c) Text: culturmag

Leider ist diese Sendung nicht komplett, aber sie lohnt sich dennoch!

(c) Deutschlandradio Kultur, vermutlich, 2002

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