Im filigranen Spiel des Tunesiers Anouar Brahem verschwimmen die Grenzen zwischen arabischen und europäischen Einflüssen, zwischen Komposition und Improvisation, zwischen orientalischer Überlieferung und zeitgenössischem Ausdruck.

Von Bert Noglik

Anouar Brahem, ein Virtuose auf dem Oud, der arabischen Laute, hat sich das Erbe seines Kulturkreises bis in die Verästelungen hinein zu eigen gemacht. Doch er weiß auch, welche Kraft dem Dialog innewohnt und wie wichtig es ist, eine Tradition weiterzuführen, indem man sie erneuert. So kam es zum gemeinsamen Spiel mit Jazzmusikern wie Jan Garbarek, John Surman und Dave Holland sowie zu kammermusikalisch improvisierenden Ensembles wie dem Trio mit dem Pianisten François Couturier und dem Akkordeonisten Jean-Louis Matinier. Mit „Souvenance„, einem groß angelegten Werk, reflektierte Anouar Brahem die Hoffnungen, Ängste, Enttäuschungen und Visionen des arabischen Frühlings.

Playlist

© WDR 3, Jazz & World, 29.12.2016

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