„Sound aus allen Richtungen – ZIMMT“ Eröffnung Klangkunstzentrum Leipzig

Unter der 6 Meter hohen Sichtbetondecke hängen 32 Lautsprecher zwischen dunkelgrünen Stahlträgern. Sie bilden eine Kuppel und sind das Herz des neu gegründeten Zentrums für immersive Medienkunst, Musik und Technologie – kurz ZIMMT – in Leipzig, das eine alte Kranhalle im Osten der Stadt neu belebt und heute Abend mit dem Festival „Immersive Sound“ eröffnet. Von Tabea Köbler.

Die aufwendige Lautsprecherkonstruktion bildet ein dreidimensionales Audiosystem und ermöglicht eine Klangwiedergabe, die natürlichen Hörerlebnissen extrem nahekommt. „Im Gegensatz zu Stereo oder Dolby Surround 5.1. gibt es bei uns ein Oben und ein Unten. Durch die Lautsprecheranordnung entsteht Dreidimensionalität, weil alle Richtungen vorhanden sind“, erklärt Jason Langheim. Er ist Teil des Kollektivs ZIMMT, Klangkünstler und Künstlerischer Mitarbeiter der Professur Experimentelles Radio an der Bauhaus-Universität Weimar.

ZiMMT Crowdfunding 2021

Das ZIMMT will in Leipzig einen Ort für die Produktion und Aufführung immersiver und virtueller Künste und von 3-D-Audio etablieren, um Kunst und Wissenschaft forschend zu verbinden und die bis dato eher selten verfügbare 3-D-Audiotechnik für Künst­le­r:In­nen und die Öffentlichkeit zugänglich machen.

Die Halle befindet sich im Kontor 80, dem umgenutzten Gelände einer ehemaligen Kugellagerfabrik, zwischen dem Coworking Space „Glow für Frauen*“ und dem 3-D-Tonstudio „Not a Number“ von Felix Deufel. Soundkünstler Deufel hatte Anfang 2020 auch die Idee für das ZIMMT. Bald entstand ein siebenköpfiges Kollektiv, das die große Halle gemeinsam ausbaute. Um teure Brandschutzmaßnahmen zu finanzieren, läuft momentan noch eine Crowdfunding-Kampagne.

© TAZ, Kultur, Musik, 14.4.2021

Danke, das Du meinen Beitrag kommentieren möchtest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Die mobile Version verlassen