Die Zeit: Rolf Kühn im Interview zum 90. Geburtstag: „Ich spürte, dass ich mein Leben der Musik verschreiben sollte“

Rolf Kühn, einer der besten Jazzklarinettisten der Welt, wird 90. Er spielt einfach immer weiter. Ein Gespräch über sein Leben und den Jazz in der DDR, BRD und den USA

Interview: 

Rolf Kühn fährt in einem blauen Sportwagen vor, parkt seinen Flitzer vor dem früheren Rias-Gebäude in Berlin-Schöneberg und steigt beschwingt aus. Eleganter Schal, Jeansjacke, schwarzes Poloshirt, erhaben, zeitlos souverän. Wenige Wochen vor seinem 90. Geburtstag am 29. September spielt Kühn noch immer Konzerte, reist, probt, sitzt am Computer, kümmert sich weitgehend selbst um alle notwendigen Dinge des Künstlerlebens, plant weit voraus. Er gilt als einer der besten Jazzklarinettisten der Welt. Was hinter ihm und vor ihm liegt, darüber wollen wir mit ihm sprechen, generationenübergreifend, weil Rolf Kühn den Austausch mit jungen Leuten liebt. Wir, das sind der ZEIT-ONLINE Autor Reinhard Köchl (61) und seine Tochter Theresa (23).

Reinhard Köchl: Ihre große Jubiläums-Vinylbox, die jetzt erscheint, heißt The Best Is Yet To Come. Sie werden 90 und denken offenbar nicht ans Aufhören. Wie wäre es also mit einer Zwischenbilanz?

Rolf Kühn: Bringt wenig. Eine Bilanz passt dann, wenn eine Periode im Leben zu Ende gegangen ist. Bei mir gab es die Leipziger Periode, dann folgte die Berliner Periode, die New Yorker Periode, dann kam die Zeit in Hamburg und jetzt bin ich wieder in Berlin. Ich habe mich immer weiterentwickelt, bin als Musiker gewachsen und vielleicht auch als Mensch….

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© Die Zeit, 29. September 2019 / Foto: Jim Rakete

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