RNZ: Enjoy-Jazz-Festival „Diese Frauen sind Vorbilder in der Jazz-Szene“ Interview mit Rainer Kern

Heidelberg. Frauen im Jazz sind so selten, wie Frauen auf Lehrstühlen deutscher Universitäten, Frauen als Ministerpräsidentinnen, in Vorstandsetagen oder Aufsichtsräten. Ist ihre Unterrepräsentation also ein allgemeines gesellschaftliches Problem, liegt es an den patriarchalen Strukturen oder sind Frauen die weniger begabten Musikerinnen in einer Musikwelt der „männlichen Energie“? Rainer Kern, Leiter des laufenden Enjoy-Jazz-Festivals, gibt Antworten.

Von Ingrid Thoms-Hoffmann

Herr Kern, beim Enjoy Jazz-Festival achteten Sie besonders darauf, Musikerinnen einzuladen. Haben Sie auch mal daran gedacht, ausschließlich Band-Leaderinnen einzuladen, wie das in Essen beim Peng-Festival geschehen ist?

Daran habe ich auch schon gedacht, finde das ein spannendes Konzept, die Idee der Kolleginnen als Signal und Denkanstoß sehr wichtig, da solch ein Ansatz sicher auf ein großes Feedback stößt, gerade weil es eben noch nicht Normalität ist, dass wir eine gendergerechte Repräsentation in den Programmen der großen Kulturfestivals vorfinden. Für meine eigene Arbeit, mein Festival kann ich Ihnen sagen, dass wir von jeher einen gehörigen Anteil von Künstlerinnen im Programm haben – eben weil es viele sehr gute Musikerinnen im Jazz gibt – auch wenn sie zahlenmäßig immer noch unterrepräsentiert sind…

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© Rhein-Neckar-Zeitung, Kultur Tipps, 2.11.2019

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