Unter dem Titel „Kunst/Natur“ lud das Museum für Naturkunde Berlin KünstlerInnen ein, mit dem Museumsraum und seinen Objekten in Austausch zu treten. In „Rete mirabile“ (lateinisch: Wundernetz) erforschen Ulrike Haage und Mark Ravenhill die klangliche Resonanz der Nasssammlung des Hauses. Inmitten von Präparaten, Aufbewahrungsgläsern und Vitrinen entsteht ein Singspiel über die Antipoden Fauna und Homines. Ein künstlerischer Illusionsraum trifft auf museale Erinnerungen.

In Zusammenarbeit zwischen dem Berliner Naturkundemuseum und Deutschlandradio Kultur entstand auch das Hörstück „echo echo“ von A K Dolven und Gaby Hartel (2015/16).

Rete mirabile | Wundernetz
Von Ulrike Haage und Mark Ravenhill
Konzept und Komposition: Ulrike Haage
Libretto: Mark Ravenhill
kuratiert von Gaby Hartel
Vokalquartett: Christina Andersson (Sopran), Regina Jakobi (Alto), Daniel Steiner (Tenor),
Jonas Böhm (Bass)
Perkussion, Marimbaphon, Vibraphon: Almut Lustig, Brigitte Haas
Produktion: SWR/Deutschlandfunk Kultur/Museum für Naturkunde Berlin 2018

Ulrike Haage geboren 1957 in Kassel, lebt als Komponistin, Pianistin und Hörspielmacherin in Berlin und arbeitet an der Schnittstelle von Jazz, Avantgarde, klassischer Musik und Literatur. Für ihre grenzüberschreitende Arbeit wurde sie 2003 mit dem Deutschen Jazzpreis ausgezeichnet. Zuletzt komponierte sie für Deutschlandfunk Kultur die Musik zu dem Hörspiel „Nacht“ von Etel Adnan.

Mark Ravenhill, geboren 1967 in Haywards Heath in England, ist Dramatiker und Regisseur. Neben Theaterstücken, Drehbüchern und Hörspielen, schreibt er für den Guardian. Sein Erstling „Shopping and Fucking“ lief nach seiner Uraufführung im Londoner West End und wurde ein weltweiter Erfolg. Zuletzt für Deutschlandradio Kultur: „Das Experiment“ (2011).

© Deutschlandfunk Kultur, Klangkunst, 20.7.2018

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