Release Tipp: Magnet Animals – Fake Dudes / RareNoiseRecords

4 Jahr nach ihrem Debüt „Butterfly Killer“ kommen Jorge Servin am Schlagzeug, Shanir Ezra Blumenkranz am Bass, Eyal Maoz an der Gitarre und Todd Clouser Gesang und Gitarre wieder zusammen, um an neuer Musik zu arbeiten. Es werden keine Traumlandschaften mehr sein, die geänderten Zeiten fordern ihren Tribut.

„Ein Zeichen der Zeit, denke ich“, zuckt Clouser mit den Schultern. „Ich hatte das Glück, eine Menge unterschiedlichster Musik zu spielen und die Dinge zu tun, die ich liebe, aber die letzten paar Jahre waren definitiv eine schwierige Zeit. Es war eine Herausforderung, all das zu verarbeiten, was in der Welt vor sich geht. Manchmal wird diese Art des Ausdrucks in eine politische Schublade gesteckt, aber es ist viel umfassender als das. Musik war schon immer mein Weg, mich auf eine Art und Weise auszudrücken, die mir sonst nicht möglich ist, und die mir erlaubt, zu erforschen, wohin wir uns entwickeln und wo dann mein Platz darin sein könnte.“

„Wir sind eine impulsive Band und daher auch eine impulsive Sammlung von Musik“, erklärt Clouser. „Wir haben diese abstrakte Kombination zwischen Musik und Worten und auch diese Sammlung von verschiedenen Klängen und Persönlichkeiten wirklich angenommen. Wir versuchen nicht, eine großartige Botschaft zu senden oder eine Vision darzulegen, sondern teilen die Dinge mit, die wir durchgemacht haben, und die Ideen entstehen auf natürliche Weise.“

Mit seinem titelgebenden Echo auf das Desinformations-Mantra „Fake News“ zielt Fake Dudes sicherlich auf die boshaften Demagogen der modernen Ära ab, aber für jede bissige politische Referenz gibt es einen ebenso scharfsinnigen und anklagenden Blick nach innen, wenn Clouser mit der Vorliebe der Menschheit für Selbsttäuschung und beruhigender Fantasie ringt. In einem verzerrten Dunst, als ob er durch ein Megaphon übertragen würde, erreicht Clousers Gesang einen rauen Ton, der perfekt dazu geeignet ist, Illusionen zu zerstören und eine neue Perspektive zu verkünden – unterstützt durch den widerborstigen Funk und den übersteuerten Rock des einfallsreichen Quartetts.

Die Kombination (und manchmal auch der aufregende Zusammenprall) der musikalischen Persönlichkeiten ist der Schlüssel zum Sound von Magnet Animals. Obwohl die Melodien von Clouser stammen, lässt er das Material bewusst unbearbeitet, wenn er es der Band präsentiert, und überlässt es dem improvisatorischen Instinkt der anderen, die Songs zu verfeinern, wo immer es nötig ist. Das Zusammentreffen dieser Köpfe pulsiert mit drahtiger Elektrizität durch Fake Dudes, wie mit einer leicht gefährlichen Hintergrundfrequenz aus unbekannten Quellen hereingestrahlt. © Text: RareNoiseRecords

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