Unheimliche Klänge, Sirenartige Stimmen fräsen sich durch die Gehörgänge. Faszinierende Labyrinthe die wir akustisch durchqueren. Ein Klangabenteuer der ganz besonderen Art.

Entstanden ist die Musik von Frédéric D. Oberland und Irena Z. Tomažin für eine Installation von Fanny Béguély „ARBA, DÂK ARBA“, welche in einer Gruppenausstellung „Panorama 21 -› Les Revenants ‹“ im Le Fresnoy Studio National von Tourcoing Arts Contemporains im Dezember 2019 präsentiert wurde.

Das Thema dieser Installation ist das Sichtbarmachen des Unsichtbaren. Deshalb auch das Umstellen es Zauberspruches von „Abra Kadabra“ in „ARBA, DÂK ARBA“. Foto Sensibles Papier wird mittels Chemikalien behandelt und verwandelt dieses in die bizarrsten Formen und Farben. Das hat alles nichts mit Fotografie zu tun.  Es ist ein Sichtbarmachen von z. B. den Zeichen in der Natur im Material usw.

Frédéric D. Oberland ist ein äußerst viel beschäftigter Multinstrumentalist, Musikproduzent und Fotograf. Mitgründer von Oiseaux-Tempête,  spielt u.a. bei Le Réveil des Tropiques, FOUDRE!, The Rustle Of The Stars mit und ist Mitinhaber von NAHALRecords. Eines seiner speziellen Instrumente ist eine elektronische Drehleier, mit der er die eigenwilligsten Sounds erzeugen kann.
Irena Z. Tomažin ist eine slowenische Performerin, Choreografin und Gesangslehrerin. Die Arbeit mit ihrer Stimme ist ihr wichtigstes Ausdrucksmittel. Ihre Stimmarbeit ist immer körperlich, verbunden mit Körper, Geste / Tanz und Raum,  aber gleichzeitig sehr orientiert an den Klangstrukturen der Stimme. Sie arbeitete an einer Vielzahl von Tanzperformances mit, spielte mit vielen Musiker-innen der improvisierten Musik. Ist Mitglied der
Industrialband „Borghesia“.

Es ist verblüffend was für Sounds Frédéric D. Oberland mittels seiner elektronischen Drehleier und Effektgeräten kreieren kann. Hier kommt natürlich seine langjährige Erfahrung mit diesem Instrument zum Tragen. Es ist verblüffend wie die Trance – und Drones – Artigen Sounds, in Konstellation mit der beeindruckenden modulationsfähigen Stimme von Irena Z. Tomažin, zu komplexen Klangräumen werden, die zu keiner Sekunde einen Leerlauf haben.

Das ganze klingt wie eine Beschwörung einer Schamanin, die rituelle Handlungen ausführt. Natürlich hört man auch eine Diamanda Galas mit, aber das kann auch gar nicht anders sein. Sie hat das schon vor Jahren gemacht und unter diesen Aspekt schlägt sich Irena Z. Tomažin hervorragend.

Eine spannende und intensive Musik, die noch lange nachwirkt und mit den Fotos der Installation auch noch eine andere Ebene bekommt. Unbedingt hörenswert!

released June 5, 2020

Irena Z. Tomažin: voice
Frédéric D. Oberland: electric hurdy-gurdy (boîte à bourdons V) and processing.
Recorded and mixed by Romain Poirier at Le Fresnoy, National Studio of Contemporary Arts, in Tourcoing.
Edited by Fanny Béguély, Frédéric D. Oberland & Romain Poirier at Mer Noir, in Paris.
Mastered by Lawrence English

 

 

 

 

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